USA Westküste im Oktober 2016

Wir haben es geschafft; wir sind in San Francisco, haben das Hotel bezogen, ein bisschen geschlafen und weil wir jetzt hellwach sind, beschäftigen wir uns mit Internet und so. .Es ist Sonntag, der 9. Oktober 4:08 Uhr.

Samstag 8.10.2016 – Berlin

Es ist gegen 2 Uhr, als uns der Wecker aus dem Schlaf reißt. Wir stehen sofort auf, denn der Gedanke ist da: Heute geht sie los, die große Reise.

Nach gutem Frühstück mit Toast und Kaffee erwischen wir trotzdem eine frühere Straßenbahn um dann am Hauptbahnhof 30 min. auf den TXL Bus zu warten. Es ist saukalt.

Das Flugzeug startet mit 20 min. Verspätung wegen Vogelschlag am Vortag und uns beschleicht ein mulmiges Gefühl. Wir haben nur 30 min um in Frankfurt den Anschluss zu kriegen. Der Weg ist lang und wir müssen einen sportlichen Sprint auf’s Pakett legen, doch wir schaffen es. In London ist dann alles etwas entspannter obwohl Ute für Body-Check und Rucksackkontrolle ausgewählt wird. Und dann sitzen wir im Flieger nach San Francisco; uns stehen lange, langweilige 11 Stunden bevor. Es gibt 2 x Lunch und 2 x einen Snack …

Samstag 8.10.2016 – San Francisco

Wir bringen die Einreiseprozedur hinter uns (alles easy, der Security-Mensch ist echt ein ganz netter aber gefühlt sind ca. 1.000 Leute mit uns zusammen angekommen). Wir haben keine Ahnung, wie spät es ist; draussen steht die Sonne hoch am Himmel und wir haben ca. 25 °C – herrlich. Der Shuttle-Service zum Hotel ist schnell gefunden, auf dem Weg zum Hotel meint Ute: Es könnte auch Gran Canaria sein.

Im ersten Hotelzimmer steht nur ein einzelnes Bett. Das wäre nicht gut gegangen mit uns beiden, aber ein Wechsel ist kein Problem. Im neuen Zimmer läßt es sich aushalten. Wir stellen fest, die Amerikaner sind in einigen Dingen irgenwie total unpraktisch (Wasserhähne, Klo, Gerät zum Kaffe oder Tee machen usw.).

Wir haben Hunger und machen unseren ersten Spaziergang in San Francisco. Wir brauchen 5 Anläufe um einen Geld spuckenden ATM zu finden und können dann endlich bei Subway dinnieren. Zurück im Hotel fallen wir totmüde ins Bett. Es ist kurz nach 8 Uhr abends.

Sonntag, 9.10.2016 – San Francisco

Gegen 7 Uhr halten wir es vor Hunger nicht mehr aus und machen uns auf den Weg. Ein fürstliches Frühstück in Sams Diner und der Tag kann beginnen.

Unsere Unterkunft ist nahe der Market Street in der 7th Street und die Cable Car in der Powell Street (die am Endpunkt gedreht wird) ist schnell erreicht. Obwohl es noch sehr früh gibt es schon eine lange Schlange. Wir wollen nicht warten, kaufen aber schon ein Tagesticket um heute alle MUNI Vehicles nutzen zu können. Wir nehmen dann einfach eine der schönen alten Straßenbahnen bis zur Bay Bridge und den Fähranlagen.

In der Marktstraße wird garade ein Straßenmarkt aufgebaut. Etwas dahinter finden wir den Zugang zu einer weiteren Cable Car. Sie bringt uns den Berg hinauf. Wir wollen oben umsteigen, denn unser eigentliches Ziel sind die Piers. Keine Chance, die Bahnen sind zu voll und so laufen wir quer durch Chinatown in der Hoffnung, auf einen Bus Stop zu treffen. Doch heute ist alles anders – heute ist Italian Heritage Parade.

Am Coit Tower sehen wir schicke teure Autos, viele Familien-Attraktionen, Asiaten bei ihrer Morgengymnastic. Scheint auch irgendein Volksfest zu sein.

Fischermens Wharf ist gut besucht. Es riecht nach fischigem Wasser, frischen Krabben und manchmal auch nach Schweiß und Urin. Der Geruch war uns schon am Morgen aufgefallen, so wie auch Menschen, die vorm Theater quer über den Bürgersteig ihr Nachtlager haben.

Wir stellen uns bei einem der vielen Fischstände an, entscheiden uns dann aber doch dagegen: Ute will gar keinen Fisch und ich keine überteuerten Pommes. Ein alter Mann kreuzt unseren Weg mit einem Wägelchen voller Eis. Das ist genau das richtige. Vom Pier 41 beobachten wir die Seelöwen gegenüber (später dann auch direkt vom Pier 39) und die stattfindende Flugshow der Blue Angels. Das laute Brummen wird uns den ganzen Tag begleiten und von guten Standorten aus auch die halsbrecherischen Manöver am Himmel.

Die MUNI Subway bringt uns dann auf die andere Seite, zum Ocean Beach und wir testen mit den Füssen das Wasser des Pazifik. Es ist kalt, also nehmen wir nur ein Sonnenbad.

Es ist bereits später Nachmittag, als wir uns nach Norden aufmachen. An der Golden Gate Bridge angekommen, herscht dort allerdings so dichter Nebel, dass wir sie gar nicht sehen können. Wir trosten uns: Morgen fahren wir drüber.

Der Nebel hat Kälte und Feuchtigkeit mitgebracht und wir wollen nur noch irgendwo etwas Essen (es werden Buritos bei Carls Junior), Frühstück für den nächsten Tag besorgen (bei uns um die Ecke ist ein CVS Pharmacy)und dann ein heißes Bad nehmen. Es ist fast 9 Uhr.

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Montag, 10.10.2016 – von San Francisco zum Lake Tahoe

Unser Plan war, bis 7 Uhr zu schlafen, uns entspannt fertig zu machen, und dann entspannt per Taxi zur Autovermietung zu fahren. Klappt eigentlich alles, allerdingst ist die Nacht schon um 5 Uhr zu Ende und alles fast zu enspannt.

Es nimmt fast eine Stunde in Anspruch, uns mit dem Auto vertraut zu machen. Weder Ute noch ich sind je einen Automatik gefahren. Erst nachdem wir eine Servicekraft fragen, wie der Hebel denn bedient wird und was welche Stellung bedeutet, können wir los, mitten rein in den Verkehr in San Francisco.

Das Navi will uns unbedingt über die Bay Bridge geleiten, wir aber wollen zur Golden Gate. Unser gestriger Ausflug hilft den Weg zu finden. Wir machen noch einen Abstecher zur Lombard Street und obwohl eigentlich nicht geplant, fahren wir die crookedest street in the world hinunter, finden unseren Weg wieder und verlassen die Altstadt wie geplant in Richtung Norden über die Golden Gate Bridge.

Jetzt kommen so an die 100 eher unspektakuläre Milen über Road 80 und 50 East, an Sacramento vorbei bis wir die Berge der Siera Nevada  erreichen. Auf halber Strecke machen wir Rast mit Chicken von KFC und Milchshakes von McDonald.

Die Temperaturanzeige im Auto fällt, je höher wir kommen kontinuierlich. Vor den Bergen waren es noch so 86 °F; am Ziel angekommen sind es nur noch 59 °F – brrrr. Das Motel ist typisch amerikanisch mit 140 cm breiten Betten  und dem Auto direkt vor der Tür. Wir schmeißen sofort die Heizung an.

Wir machen noch einen Spaziergang – es ist bereits dunkel – um uns mit Zeug für einen Abendimbiss zu versorgen. Groß ist die Auswahl nicht; die meisten Geschäfte sind schon geschlossen.

Als ich diese letzten Zeilen schreibe, schnarcht Ute schon gleichmäßig.

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Dienstag, 11.10.2016 – Lake Tahoe

Ute schreibt:

Der Tag fängt ja gut an: Es ist arschkalt, aber es schneit noch nicht. Wir laufen zitternd rüber zum Frühstück, wo lauter Recycling-Geschirr auf uns wartet. Dazwischen finden wir auch Essbares, es nennt sich American Breakfast.

Zurück im Zimmer warten wir, dass die Sonne scheint und wärmt. Ich bin heute dran mit Autofahren. Nach 3 Übungsrunden rund um den Pool traue ich mich auf die Straße. Ines hat da so eine Bucht ins Auge gefasst; mal sehen ob wir sie finden. Sie gibt es ins Navi ein und los geht’s in die höheren Lagen. Je höher wir kommen, desto schöner liegt der See eingebettet in die dunkel-bunten Wälder des Indian Summer.

Ines macht immerzu ‚haaaaaaaaaaa‘ wenn ich durch die engen Kurven fahr aber da man teilweise nur 10 miles schnell sein darf passiert uns nichts. Alle Anderen sind auch vorbildlich. Fast die ganze Strecke ist Überholverbot. Oben angekommen finden wir gleich praktischerweise einen Parkplatz direkt vor dem Klohäuschen, denn Ines muß mal. Dann klettern wir noch höher. Ich versuch zu streiken, nützt aber nichts und so kraxel ich immer hinterher auf gefährlichen treppenähnlichen Steinen. An unseren Rucksäcken baumeln Karten, die Ines vorher mit Namen und Adressen von uns ausgefüllt hat. Das ist so eine Vorsichtsmaßnahme falls wir abhanden kommen und man uns identifizieren muß wenn man uns nach Jahren erst finden sollte (glaub ich) wenn ich das richtig verstanden hab. Wir finden eine ‚Bridge over troubled water‘, machen Fotos, fotografieren ein Pärchen das uns darum bittet und kehren um, denn weiter trauen wir uns denn doch nicht, … Gott sei Dank. wieder auf dem Parkplatz fragt uns eine Frau aus dem Auto heraus wie sie zum Castle hoch kommt. Ich sage rigth und Ines left. Sie fährt links rum, typisch. Naja war auch richtig denn wir wollen auch dahin. Da angekommen stürm ich gleich zum nächsten Aussichtspunkt und so verlieren wir uns aus den Augen. Na toll.

Wenn der geschätzte Leser jetzt wissen will wies weiter geht, muß er warten bis wir wieder W-Lan haben.

So, wir sind aus den Bergen raus und ich kann weiter erzählen weil wir wieder W-Lan haben Also, Ines war auf einmal weg. 2 Stunden später- Ines ist wieder da. Sie war mal eben 2 miles gewandert zu dem besagten Casle und wieder zurück. Ich hab das Hinweisschild gelesen aber da stand auch drauf, daß “ persons with bad conditions“ das lieber lassen sollten dort runterzulaufen, weil sie ja auch wieder hoch müssen. Daran hab ich mich gehalten und lieber gesonnt. Warum Ines mir dann eine Standpauke gehalten hat, weiß ich nicht mehr. Ach ja, da war auch noch so ein Schild, daß der Parkplatz 10 Dollar kostet. Wir müssen unbedingt an unserer Kommunikation arbeiten. Da wir Angst haben vor dem Dunkelwerden nicht rechtzeitig von hier oben wegzukommen fahren wir direkt wieder zu unserer Lodge und haben so einen Knast, das wir im Hotel zu abend essen. Es ist ein Asiate und es schmeckt sehr gut. Wir bekommen alles in einer Schale serviert, die wir uns nach einem Bild ausgesucht haben. Ines nimmt sofort die Gabel. Das geht schneller. Ich nehm die Stäbchen und trödel wie immer hinterher. Wieder in unserem Zimmer entschließe ich mich auch mal etwas in den Blog zu schreiben, wie man am Anfang des Artikels wohl erkennen kann. Es ist wohl ein bischen viel geworden. Vieleicht brauch ich das nicht nochmal machen. Na dann gute Nacht.   Ach ja, da kommt noch ne ganze Motorradgang und quartiert sich ausgerechnet neben uns ein. Es knattert und dann werden Türen auf und zu geschlagen. Da schlaf ich aber schon.

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Mittwoch, 12.10.2016 – vom Lake Tahoe zum Yosemite NP

Es klappt immer noch nicht, um 5 Uhr ist die Nacht zu Ende. Hallo, ich bin’s wieder.

Am vorherigen Abend war eine Gruppe von 8 Bikern mit ihren Frauen in unserer Lodge abgestiegen. Wir treffen sie beim Frühstück um 7 Uhr wieder. Es sind Deutsche, die ebenfalls eine Rundreise machen; allerdings anders herum. Sie wollen heute noch nach San Francisco weiter und werden dann so um die 5.000 km hinter sich haben. Wir wünschen ihnen eine gute Reise und sie uns.

Kurz nach 9 Uhr ist es dann auch für uns soweit; die Koffer sind gepackt und verladen. Wir checken aus und brechen auf zu unserer nächsten Station. Ute fährt auch heute wieder. Das Termometer im Auto zeigt 35 °F. Es geht bergauf und bergab und es gibt an vielen Stellen Straßenarbeiten. Die Straßen sind dann nur einspurig befahrbar, was natürlich aufhält.

Wir kommen durch ein wunderschönes Tal, in dem der Indian Summer sich in seiner ganzen Pracht zeigt. Leider ist dieses beeindruckende Panorama nicht auf Photos zu bannen.

Dann wieder meilenweit nur Berge und keine Anzeichen irgendwelcher Besiedlung. Es gibt noch sehr viel Platz in diesem Land.

Wir fahren bei Shell ran – für Self-Service braucht man einen PIN für die USA – aber der Mensch an der Kasse ist nett und so fahren wir mit vollem Tank weiter.

Pause machen wir am Monolake (Möwen kommen extra vom Ozean hierher um ihre Jungen großzuziehen). Es gibt Kaffee und Donats und eine schöne Aussicht.

Immer wieder sehen wir seltsame Wolkenformationen.

Am Tioga Pass in 9.945 Fuß (ca. 3031 Meter) Höhe erwerben wir unsere Eintrittskarte für alle Nationalparks der US und begeben uns in den ersten, den Yosemite NP. Wir fahren auf der Tioga Road, einer Straße, die im Winter gesperrt ist. Am Lembert Dome machen wir das erste Mal Halt. Ein beeindruckender Berg, das Gestein ist so glatt wir polierter Mamor. Am Teyana Lake testen wir das Wasser und beobachten ein paar Arbeiter, die Wege für Touristen anlegen.

Als wir weiterfahren, sehen wir immer wieder verbrannte Bäume.

Wir lernen, das es nicht immer Sinn macht, dort zu halten wo schon Autos stehen in Erwartung von etwas Sehenswertem. Wir erwischen das Privatgelände einer Organisation namens NatureBridge und werden weggescheucht. Kurz vor einem Tunnel sind Kletterer in einer Felswand in schwindelerregender Höhe unterwegs. Es wird immer wärmer, so um die 81 °F.

Wir verlassen den NP wieder. Das Navi sagt, wir müssen die nächste Abfahrt rechts fahren aber da ist doch ein Abgrund. Wo ist unsere Unterkunft?

Die Abfahrt rechts entpuppt sich als eine sehr scharfe Kurve und es geht in Serpentinen immer weiter runter zum Fluss Merced, der uns bis El Portal begleitet. Wir finden unsere Lodge – es ist erst kurz nach 4 Uhr – und checken ein. Schlechte Nachricht, das Hallenbad ist geschlossen. Wir sind ganz schön enttäuscht. Wir gehen an den Pool, doch zum Baden ist das Wasser zu kalt. Gegenüber der Lodge liegt der Fluss. Er führt um diese Jahreszeit nur sehr wenig Wasser. Wir setzen uns noch eine Weile ans Ufer bis wir zu Abend in der Kneipe dinnieren. Es gibt Pommes und Chicken und Softdrinks ohne Limit. Im Shop bei der Rezeption kaufen wir Bier sowie verschiedene Sorten Pie fürs Frühstück.

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Donnerstag, 13.10.2016 – Yosemite National Park

Die Nacht ist wieder sehr früh zu Ende. Wir machen uns Kaffee und genießen den Pie. Es ist noch recht kühl als wir losfahren. Es dauert seine Zeit bis die Sonne über die Berge kommt. Der Eingang zum Park ist ca. 16 Milen entfernt. Wir wollen als erstes zum Visitor Center und stellen fest, das Navi ist keine Hilfe. Die Straßen sind teilweise gesperrt. Ein Schild sagt „Visitor parking“ und wir stellen das Auto ab. Es gibt einen Shuttle im Park doch weil wir uns noch nicht auskennen laufen wir. Wir stoßen auf einen Store wo es die üblichen Mitbringsel gibt, aber auch Joghurt und Obst. Nach kurzer Abstimmung suchen wir einen der Bus Stops und fahren zu den Yosemite Falls. Der Wanderweg dorthin ist nur kurz. Am Wasserfall angekommen, ist gar kein Wasser da. Die Fälle sind nur nach der Schneeschmelze in Betrieb, aber wir haben Spass mit den vielen Hörnchen, die dort rumlaufen. Sie sind wenig scheu und scheinen die Aufmerksamkeit der Touristen zu genießen. Wir begegnen ihnen dann immer wieder. Füttern ist allerdings verboten.

Nächste Station sind die „Happy Isles“, 2 mit einem Weg und Brücken ausgestattete Inseln im Fluss Merced, der durch das Yosemite Valley fließt. Warum „Happy“? keine Ahnung, aber die Landschaft ist sehr schön. Wo immer wir im Park sind, umrahmen uns hohe imposante Felsen. Einer heißt Half Dome und es fragt sich mancher, wo denn die andere Hälfte wäre. Die Antwort ist einfach: Es gab nie eine. Später im Visitor Center wird ein Film gezeigt. Wir erfahren, das Lincoln am 30 Juni 1864 mit seiner Unterschrift dafür gesorgt hat, das es diesen Park überhaupt in seiner heutigen Form gibt, also noch vor Yellowstone.

Als die Sonne hinter den Bergen verschwindet, machen wir uns auf den Rückweg. Wer fährt schon gerne im Dunklen in den Bergen Auto. Wir suchen so was wie eine Ortschaft um zu Abend zu essen aber so etwas existiert gar nicht, nur eine Tankstelle und ein superteurer Markt. Also speisen wir wieder in einer Kneipe, diesmal bei einer anderen Lodge. Es gibt Pizza. Wir packen die Hälfte ein, als Frühstück für den nächsten Morgen. Es ist bereits stockdunkel als wir nach Hause fahren. Gotseidank ist es nicht sehr weit. Kurz noch fernsehschauen, schreiben und dann ab ins Bett. Morgen ist die nächste Etappe unserer Reise dran.

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Freitag, 14.10.2016 – von El Portal nach Lone Pine

Zum ersten Mal schlafen wir bis 7 Uhr. Zum Früstück gibt es die Rest-Pizza vom Abend zuvor. Kaffee kann man in den Hotelzimmern überall machen wie es scheint. Um 9 Uhr verlassen wir die Lodge. Es geht etwas unerwartet zurück zum Yosemite NP und wir fahren wieder quer durch.

Plötzlich stehen Autos am Straßenrand obwohl das nicht erlaubt ist; und alle schauen einen Hang hinauf. Wir halten und schauen auch. Und dann sehen wir ihn. Ein halbwüchsiger Bär sucht genüsslich nach fressbarem. Die gaffenden Touristen stören überhaupt nicht, im Gegenteil. Von Zeit zu Zeit dreht er sich zu uns um als wolle er fragen: was ist denn bei euch los?

Man liest zwar überall davon und sieht die Schilder, denkt aber doch nicht im Traum daran, wirklich einem Bären zu begegnen. Kurz zuvor hatten wir am Straßenrand schon ein anderes Tier gesehen, konnten aber nicht anhalten und wissen auch nicht, was das war. Es sah aus wie ein total schmutziger Dachs mit ziemlich langem Fell.

Bei den ächsten Halts verlassen wir das Auto höchstens für Sekunden oder gar nicht. An einem der hohen Aussichtspunkte schneit es sogar. Irgendwann kommen wir wieder zum Tioga-Pass. Diesaml halten wir. Es ist auch hier sehr kalt und stürmisch.

Am Mono Lake biegen wir nach Süden ab auf eine noch unbekannte Strecke. Es geht jetzt eher geradeaus. Links und rechts flankieren uns  die Berge der Sierra Nevada. Immer wieder tauchen Seen auf. Man rechnet nicht damit; alles sieht so vertrocknet aus. Die Temperatur steigt und steigt. Letzendlich beträgt der Unterschied zu heute morgen 40 °F.

Zu Mittag kehren wir in Bishop bei Denny’s ein für Panecakes. Ich bestelle viel zu viel und packe die Hälfte ein. Diese kleinen Orte, die nun folgen sehen wie typisch amerikanische Kleinstädte des Westens aus. Der Ort in dem wir übernachten, diente sogar in mehreren Filmen als Kulisse.

Heute können wir endlich mal eine Runde im Pool drehen auch wenn das Wasser saukalt ist, die Sonne brennt um so heißer. Es ist 3 Uhr nachmittag und wir haben wieder Verbindung nach Deutschland. 2 kleine Hunde namens Rufus und Kiki kommen auch noch mit ihrer Familie zum Pool.

Als die Sonne sich langsam den Bergen nähert, machen wir uns auf in den Ort um uns für den nächsten Tag zu rüsten (Wasser ist hier sehr wichtig, denn die Luft ist sehr trocken). Abendbrot haben wir heute bei McDoof. Wieder im Zimmer wird wie wild geschrieben. Wir haben einiges aufzuholen. Es ist eine praktische Unterlage zum Schreiben im Bett vorhanden und Ute beendet endlich den Dienstag.

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Sonnabend, 15.10.2016 – von Lone Pine durch das Death Valley nach Las Vegas

Wir frühstücken sehr ausgiebig weil das kontinentale Frühstück hier viel mehr bietet. Ines klaut noch ein bischen Obst für unterwegs und ich…Ute… bin heute dran mit fahren. Es wird ein anstrengender Tag, das soll ich später noch schmerzlich erfahren. Die Landschaft wird immer karger und die Straße schnurgerade bis zum Horizont. Später geht sie in Wellenlinien über so das man das Gefühl hat in einer Achterbahn zu sitzen wenn wir mit 65 MPH über die Hügel fliegen. In 4ooo Feet gibt es einen Aussichtspunt. Wir laufen noch etwas weiter bis man ins Tal der Todes runtersehen kann. Plötzlich wird es sehr laut. Oh my God was ist das? Ein Jet fliegt direkt über uns hinweg, so daß wir uns instinktiv ducken. Dann verschwindet er zwischen den Schluchten ins Tal. Es sieht aus als wollte er dort landen. Aber er zieht eine Runde und kommt noch einmal mit seinem ohrenbetäubenden Lärm über uns hinweggeschmettert. Diesmal erwisch ich ihn – mit der Kamera. Was dachtet Ihr denn? Jetzt müssen wir aber weiter. Es geht runter und runter und wir fragen uns warum da immer Schilder stehen mit der Aufschrift …brake check area…das tun wir doch schon die ganze Zeit denn wir haben nur eine. Automatikautos haben keine Hand- und Motorbremse.

Unten angekommen gibt es eigendlich keine Möglichkeit anzuhalten und doch stehen da einfach so 2 Autos mit Warnblinklicht. Ich stell auch die Warnanlage an und halte dahinter. Wir sehen 2 wolfähnliche Tiere gemächlich über die Straße wandern. Das dritte – ich denke jetzt es könnte ein Schakal sein – will seinen Freunden hinterher aber die blöden Touristen versperren ihm den Weg. Ines sagt, daß es Wüstenfüchse sein können. Ich glaub, sie hat Recht.

Es wird immer heißer. Kurz bevor wir überlegen ob wir denn auch genug zu trinken mitgenommen haben, erreichen wir das Ofenrohr. Hier sollten wir eigentlich übernachten, sind aber froh, daß wir es nicht haben sondern schon in Lone Pine – so verlassen und einsam und sehr sehr heiß wie es hier ist; nicht mal Eis gibt es im Store. Nach einer kurzen Pause gehts weiter. Meeresspiegelhöhe haben wir schon lange erreicht, aber Ines will ein grünes Hinweisschild mit Untermeeresspiegel fotografieren doch Ute fährt zu schnell. Die Schilder mit Sea Level standen immer rechts. Under Sea Level unerwartet links. Bevor ich Order bekomme umzukehren sehen wir ein Visitor Center. Hier gibt’s Informationen en gros mit Audiotorium, wo wir reingehen und uns einen Film ansehen über das Valley. Dabei schlaf ich fast ein. Ganz schön anstrengend diese Tour und draußen ist jetzt die 100° Grenze überschritten (Farenheit natürlich). Wir haben hier 190 Feet unter dem Meer. Die Sonne hat ihren Höhepunkt längst überschritten. Nu aber schell da wir noch  Las Vegas vor dem Dunkelwerden erreichen wollen, was wir natürlich nicht schaffen.

Ines kann die Hochhäuser der Stadt schon im Dunst zwischen den Bergen erkennen, da fängt ganz plötzlich mein ganzes rechtes Bein an zu schmerzen. Ich muß leider das Steuer abgeben. Ines kennt sich in Großstädten sowieso besser aus. Eigendlich ist es stockdunkel als wir Vegas erreichen doch die vielen Reklamelichter machen es taghell und wir werden ganz wuschelig. Gott sei Dank bringt das Navi uns ohne größere Schwierigkeiten zum Hotel, zum Self-parking in die 6 Etage und dann wieder runter zur Rezeption. Im World Tower bekommen wir ein Zimmer in der 14. Etage. Insgesamt hat das Hotel 3 Türme (Lux- und Story Tower noch) und 26 Etagen. Es ist noch längst nicht das Größte hier. Wie immer haben wir 2 große Betten in dem bis jetzt größten Zimmer mit vielen großen Spiegeln und einem riesengroßen TV. Alles chick in Silber und weiß gehalten. Hier ist noch eine Tür. Wo geht die noch hin? Beng- weiße Wand. Achso das Nebenzimmer ist zu .

Damit Ute sich ausgehfein machen kann, schreibt jetz Ines: Ich halte es kurz. Wir nehmen das Zimmer in Beschlag. Es gibt leider keine Möglichkeit, Kaffee oder Tee zu kochen. Als wir den Kühlschrank nutzen wollen, stellen wir fest, er ist voll; und etwas rausnehmen geht nicht. Wir würden es bezahlen müssen. Das Hotel hat diverse gastronomische Einrichtungen, ein großes Casino, Show-, Meeting- und einen Ballroom. Der Trubel erschlägt uns. Wir sind erschöpft, haben Hunger und Durst. Bei den Burgers kann man draußen sitzen also nehmen wir das in der Hoffnung, dass es dort etwas ruhiger ist. Weit gefehlt. In dieser Stadt gibt es abends/nachts kein ruhiges Plätzchen.  Wir bezahlen für zwei belegte Brötchen, eine Brause und ein Heinecken 40 $, umrunden das Hotel und besuchen dann noch kurz das Casino. Ich hätte ja gerne noch gespielt, einfach so zum ausprobieren aber Ute will ins Bett, dabei ist es erst halb elf und das Leben hier fängt gerade an.

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Sonntag, 16.10.2016 – Las Vegas

Wir haben gut geschlafen und Appetit auf ein gutes Frühstück. Leider gibt es nur Pie aus dem Supermarkt und noch nicht einmal Kaffee dazu. Ein Blick aus dem Fenster zeigt nichts spektakuläres, nur eine Stadt. Wir machen uns auf. Mit der Monorail fahren wir zum Südende (MGM) und stehen plötzlich vor der Freiheitsstatue. Ein Stück die Straße runter liegt Paris, in die andere Richtung Luxor; und wo immer wir auf der Suche nach einem Kaffee hineingehen, stehen wir vor blinkenden Spielautomaten. Irgendwann finden wir dann noch im Erdgeschoss eines Hotels einen Laden der neben vielen anderen Köstlichkeiten auch Kaffee hat. Frisch gestärkt gehen wir wieder auf Entdeckungstour, aber es ist zu viel. Wir schauen und fotografieren, fotografieren und schauen. Der Plan war, den Nachmittag endlich mal am Pool zu verbringen, doch es ist nach 4 Uhr, als uns der Bus zurück ins Hotel bringt. Trotzdem springen wir noch kurz ins ganz schön kalte Nass und fangen die letzten Sonnenstrahlen. Als es dunkel wird, fahren wir wieder nach Ägypten (es ist Vollmond)und finden im Inneren der Pyramide ein Lokal mit Büfett. Aber auch hier wie bei allem, viel zu viel. Ute noch mit einem Eis und ich mit Magendrücken verlassen wir den Orient wieder. Ungefähr in der Mitte liegt am Strip das Bellagio, bekannt wegen der tanzenden Wasserfontainen davor. Im Inneren des Hotels ist alles herbstlich dekoriert. Es ist wirklich schön; und überall hört man so ziemlich alle erdenklichen Sprachen aller Nationalitäten dieser Welt. Weiter gehts mit dem Bus nach Venedig. Wir laufen am Canale Grande entlang und unter der Rialto Brücke hindurch (:  Dogenpalast, Seufzerbrücke, die Gondeln – alles ziemlich realistisch gestaltet – aber wo und wie ist eigentlich Deutschland vertreten?

Zurück im Hotel gehen wir geradewegs zu einem Roulette Tisch, kaufen für 10 $ Chips und setzten auf die 34, sowie noch auf 6, 11, 19 und die 17 je zwei. Die Kugel bleibt auf der 13 liegen. Es dauert keine 2 Minuten und die 10 $ sind futsch.

Gegen 2 Uhr früh fallen wir in unsere Betten. Ja klar, eigentlich müsste man in Las Vegas die Nacht durchmachen aber wir fahren am nächsten Tag weiter und ich muss sagen, der Grand Canyon interessiert mich viel mehr.

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Montag, 17.10.2016 – von Las Vegas zum Grand Canyon

Heute schlafen wir mal lange (bis 11 Uhr), essen zum Frühstück wieder Pie ohne Kaffee, packen die Koffer, checken aus und weiter geht’s. Raus aus der Stadt ist kein Problem, der Verkehr hält sich in Grenzen. Kaffee gibt es dann irgendwann bei einem Burger King, wo wir auch mal wieder tanken. Erst fahren wir die 93 nach Süden. Wir sehen die Hinweisschilder zum Hoover Damm, fahren aber nicht hin. Dann steht ein Schild am Straßenrand; wir sind nun in Arizona. Wir kommen auf die Interstate 40 welche der alten Route 66 entspricht. Wir machen bei Lilo’s halt, einer stylischen Gaststätte in einem Ort namens Seligman. Es gibt German Bratwurst mit Kartoffelsalat bzw. Sauerkraut und einem Baguette, was wir dann aber mitnehmen, bestrichen mit Senf und darauf ein Salatblatt.

Weiter geht’s die 40 entlang um Milen zu machen. Kurz vor Flagstaff biegen wir auf die 64 ab, die uns direkt zu unserem Motel nur wenige Milen vom Eingang zum Grand Canyon NP (South Rim) bringt. An der Rezeption holen wir uns Infos und eine Karte. Wir kriegen auch einen Flyer für Helikopter Rundflüge in die Hand gedrückt (das billigste Angebot sind 20 min für 199 $), aber das wollen wir nicht tun. Es gibt auch wieder schlechte Nachrichten: Pool und Schwimmhalle sind geschlossen, aber der beheizte Whirlpool ist offen und wir nutzen ihn ausgiebig (Es ist kalt, sobald die Sonne weg ist). Zu Abend gibt es die Reste vom Lilo’s und Tee. Wir sind erschöpft.

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Dienstag, 18.10.2016 – Grand Canyon NP, South Rim

So um 9 Uhr sind wir los. Wir schon geschrieben, ist der Eingang zum NP nicht weit und wir finden schnell einen Parkplatz. Es ist kühl und noch nicht viele Besucher da. Wenige Meter und wir stehen vor einem der unglaublichsten Naturwunder der Welt. Es wäre anmaßend, beschreiben zu wollen was man sieht.

Wir haben die diversen Shuttle Busse des NP benutzt um möglichst viel mitzunehmen. An einem Aussichtspunkt haben wir eine nette Unterhaltung mit einem Typen aus Georgia. Da er hatte seinen Kumpel verloren hatte und nun auf ihn warten musste war er zum Erzählen aufgelegt. Die Tour der beiden umfasste einige Stationen mehr als unsere. Auch in Europe sind die beiden schon gewesen, allerdings nur in Großbritanien und Irland. Berlin zu sehen fände er aber cool. Die gläserne Plattform haben wir übrigens nicht gesehen.  Es gibt auch Wege hinunter zum Colorado River. Wenn man nur länger bleiben könnte …

Müde und durchgefroren, doch auch voll von überwältigenden Eindrücken fahren wir nach Sonnenuntergang zurück zum Hotel und wärmen uns im Whirlpool wieder auf. Hier treffen wir eine Reisende aus Pennsylvania. Sie ist mit ihrem Mann auf Rundreise, aber der fliegt sehr ungern, deshalb mit dem Auto. Vier Tage haben sie gebraucht. Wir wollen den Abend bei einem zünftigen BBQ ausklingen lassen doch das auf einem Blechteller servierte Beef Briskett ist ziemlich zäh – doch das Bier ist gut.

Ich stelle ein paar Bilder ein, aber sie geben die Wirklichkeit nicht annähernd wieder.

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Mittwoch, 19.10.2016 – vom Grand Canyon nach Twentynine Palms (Joshua Tree NP)

Wir haben wieder Supermarkt-Frühstück (hier mit Kaffee und gemütlich am Tisch sitzend) und verlassen das Hotel kurz vor 9 Uhr. Wir stellen am Navi die neue Adresse ein und kriegen einen Schreck. Mit 368 Milen wird dies die bisher längste Tour. Es geht erstmal dieselbe Strecke wie vor 2 Tagen zurück. Als wir kurz vor dem 95-Abzweig nach Süden den Colorado River überqueren, sagt uns ein Schild ‚Welcome to Californien‘. Uns wird klar, jetzt scheint die Sonne wieder eine Stunde länger.

Einfach so ist plötzlich die Straße gesperrt. Das steht etwas von Inspection aller Fahrzeuge. Doch nach Beantwortung der Frage wo wir herkommen (Ute sagt Colorado äh Grand Canyon) werden wir durchgewunken.

Erst die 95 und dann Richtung Westen die 62 bringen uns mitten hinein in die Mojave Wüste. Die Straßen gehen schnurgerade bis zum Horizont; Senken (Dips) lockern die eintönige Fahrerei etwas auf. Übrigens, den Standstreifen neben der Straße nennt man hier ‚Shoulder‘ und dort halten kann gefährlich sein, denn die Schulter hier ist soft.

Unser Ziel (Twentynine Palm) kommt näher. Wir fragen uns ob das Navi spinnt, denn hier gibt es gar keine Bäume. Da ist nichts als Wüste mit kleinen vertrockneten Büschen.

Irgendwann tauchen dann doch wieder menschliche Behausungen auf und 29 Palm entpuppt sich als größere Kleinstadt. Unser Hotel liegt am westlichen Ausgang. Wir werden hier nur eine Nacht verbringen bevor es weiter geht nach Los Angelos.

Es ist jetzt Do,, 20. Okt, 07:58 (in Deutschland)

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Donnerstag, 21.10.2016 – von 29 Palms nach Redondo Beach

Wieder geht’s früh raus aus den Federn. (kurz vor Sieben). Das amerikanische Frühstück ist super. Es gibt alles was das Herz begehrt: inklusive der von Ute so geliebten Hash Browns und sogar Brötchen – nur keine Wurst aufs Brot.

Als wir ausgecheckt haben (so bei 9 Uhr rum), wird ins Navi erstmal die Adresse des nächsten Hotel eingegeben. Fahrzeit nur 2,5 Stunden also ist locker ein Umweg durch den Joshua Tree NP drin. Der Eingang ist gleich hinter 29 Palms. Ute meint ‚Vergiss den Park!‘ aber ich fahre, also entscheide ich.

Die Landschaft wird hauptsächlich durch die Joshua Bäume, die eigentlich gar keine Bäume sind, bestimmt und durch wie hingeworfenen wirkende Felsbrocken. Wir halten an. Als wir andere Besucher bitten, ein Foto mit uns beiden drauf zu machen, stellt sich raus, es sind Holländer, die auch so eine Tour machen wie wir. Als nächstes besuchen wir ein verstecktes Tal, das früher mal von Viehdieben als Versteck genutzt wurde. Hier ist die Vegetation reicher. Offenbar hält sich die Feuchtigkeit besser. Ute geht zum Auto zurück während ich mich noch ein bisschen umschaue. Wie schon mehrmals vorher, läuft mir ein mausähnliches Tier über den Weg; es hat aber nur einen sehr kurzen Schwanz. Später im Besucherzentrum erfahren wir, es handelt sich um eine Art Squirrel. Es gibt hier auch jede Menge Schlangen, Scorpione und Taranteln.

Auf der Weiterfahrt kommen wir am Big Horn vorbei und denken sofort an General Custer und Sitting Bull. Nach der Häfte des Weges verändert sich Art der Vegetation. Es gibt fast keine Joshua Trees mehr, dafür mehr Kakteen und schwarze Busche. hier geht die Mojave Wüste in die Colorado Wüste über. Etwas weiter südlich verläuft die San Andreas Verwerfung. Wir machen noch einem Stop am Kaktus Garten bevor es noch einmal 20 Milen durch ein Tal geht. Am Cottonwood Visitor Center essen wir die übriggebliebenen Würste vom Vortag (mit Senf!). Es ist 13 Uhr und die Lufttemperatur beträgt 80 °F. Danach geht es auf die Interstate 10 Richtung LA. Nur eine Stunde später – wir sind in Indio – haben wir schon 96 °F. Wir verlassen die Interstate 10 und knacken um 16:15 Uhr mal wieder die 100 °F Marke.

Je näher wir der Küste kommen desto voller wird die Straße und die Anzahl der Spuren nimmt zu (bis zu 9 haben wir gezählt). Es ist Horror, dort Auto zu fahren. Wir sind nur ca. 1,5 Stunden in diesem Gewühl aber es scheint unendlich lange. Endlich erreichen wir unser Hotel, checken schnell ein und bringen die Koffer aufs Zimmer. Die Sonne geht bald unter und hier muss es doch einen tollen Sonnenuntergang geben. Leider finden wir den Strand nicht und trosten uns, wir sind ja zwei Tage hier. Zu Abend speisen wir in einem Meditäranen Restaurant mit netter Unterhaltung durch Allen (er schreibt sich wirklich so – ich habe gefragt), den Kellner. Wir sind die einzigen Gäste. Es gibt Cauliflowers und Falafel, dazu Sesam Dip. Sehr gesund im Vergleich.

Für den nächsten Tag buchen wir einen Trip durch LA, weil dort Auto fahren fällt aus. Hoffentlich ist die Tour den Preis wert.

Bis zur Schlafengehzeit nutzen wir noch den Whirlpool, den wir uns mit ein paar Leuten aus San Francisco teilen. Sie wollen am nächsten Tag zu einer indischen Hochzeit und sind mit Hilfe einer Flasche Liqueur schon recht lustig geworden.

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Freitag, 21.10.2016 – Los Angeles

Wir hatten uns den Wecker zu 8 Uhr gestellt, stehen aber früher auf. Das Frühstück ist für amerikanisches überraschend gut. Man kann sich sogar selbst Waffeln machen.

Für unsere gebuchte Tour müssen wir um 11:45 bei einem Hotel nahe dem Flughafen sein. Wir fahren früher um noch zu tanken (der Tank ist wirklich runter diesmal) und evtl. einen Snack zum Mitnehmen zu besorgen. An der Tankstelle bekommen wir erst beim zweiten Mal reinfahren Sprit und an der Travellodge LAX South verweigert man uns das Parken. Hoffentlich geht der Tag nicht so weiter. Wir finden einen Platz für das Auto in einer Seitenstraße und weil an der Rezeption Schichtwechsel ist, bekommen wir auch die richtige Info, wo der Bus abfährt. Er ist pünktlich und wir sind die einzigen Gäste. Die Fahrerin macht uns dann klar, dass sie nur der Zubringer ist zum Sammelpunkt in Santa Monica. Dort erfahren wir auch, dass wir erst um halb 8 zurück sein werden.

Unser Gefährt entpuppt sich als kleiner offener Bus mit nur 12 Plätzen. Ausser uns und dem Fahrer gibt es noch 5 weitere Mitreisende. Wir kommen mit ihnen so gar nicht ins Gespräch, und da sie hinter uns sitzen, ist auch nicht klar woher sie kommen oder ob ihnen die Tour gefällt. Es ist vollkommen still hinter uns.

Der Fahrer redet und redet. Es ist fast, als käme die Stimme vom Band. Wir fahren durch Beverly Hills um uns die Häuser der Reichen und Schönen anzuschauen und kriegen erzählt, wen man wann hier treffen kann. Übrigens, Simon Baker wohnt in 24th Street. Wir sind dort langgekommen, haben ihn aber nicht gesehen. Doch letztens gerade hat der und der seinen Hund ausgeführt und die andere war vor kurzem dort einkaufen. Mister X lebt dort; vielleicht sehen wir den ja heute. Je höher wir kommen desto versteckter liegen die Häuser, manchmal umgeben von hohen Zäunen, manchmal offen. Die Aussicht auf LA ist schön aber ich muss sagen, ich möchte hier nicht leben.

Unser erster Halt mit Aussteigen ist bei Tiffany. Wir erklimmen die Treppe und machen Fotos beim runtergehen. Wir schauen noch schnell bei den Geschäften dahinter rein (VIA RODEO) und müssen auch schon zum Bus zurück. Der nächster Stop dient nur zum Fotografieren des Schriftzuges HOLLYWOOD, danach dürfen wir im gleichnamigen Boulevard aussteigen. Wir wühlen uns durch die Massen, versuchen die Sterne bekannter Größen zu finden, erhaschen einen Blick auf das Portal des TCL Chinese Theatre und gönnen uns einen Snack aus dem LA LA LAND. Es ist heiß.

Das letzte Mal halten wir am Farmers Market. Es soll Leute geben, die nur deshalb nach LA kommen um dort einzukaufen. Wir verstehen das gar nicht; es gibt nichts besonderes.

Zurück geht’s zum Sammelpunkt in Santa Monica. Die anderen werden entlassen und wir dürfen noch unsere extra Tour genießen. Der Fahrer redet jetzt normal und so unterhalten wir uns noch ein wenig. Er scheint viel über Filme – auch ältere – und über Schauspieler – ebenfalls auch ältere – zu wissen. Wir geben ihm Trinkgeld und wünsche eine sichere Heimfahrt. Eine Stunde früher als geplant sind wir wieder am Auto in der Marple Street.

In Redondo Beach am Hafen fahren wir in ein Parkhaus. Es gibt keinen Hinweis auf irgendwelche Kosten. Nach einem Spaziergang am Pier mit viel frischem Fisch und Krabben und so (es riecht auch sehr danach) kehren wir bei einem der Läden ein und lassen uns mit Käse und Schinken belegtes Baguette schmecken. Mal was ganz aussergewöhnliches. Danach noch schnell Verpflegung für die nächste Etappe bei CVS gekauft und ab nach Hause um den Tag im Whirlpool zu beenden.

Vor unserem Zimmer ist keine Platz mehr frei und so steht unser Auto in einem anderen Innenhof des Motel.

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Samstag, 22.10.2016 – von Redondo Beach nach San Simeon

Der Parkplatz vom Vorabend war doch nicht umsonst. Als ich das Auto hole, sehe ich an der Windschutzscheiben den Strafzettel kleben. So ein Käse aber das Frühstück ist wieder vorzüglich.

Wir nehmen den Highway No. 1 auch wenn das Navi etwas anderes erzählt. Wir wollen am Pazifik bleiben. Bis Santa Barbara halten wir durch und machen dort am Strand Pause. Ute geht trotzdem sie es versprochen hat, nicht baden. Sie hofft immer noch auf den Strand in San Simeon und deshalb müssen wir jetzt die Küste verlassen und über die 101 weiterfahren. Ich will das nicht, bin aber nicht der Fahrer.

Wir kommen am späten Nachmittag in san Simeon an. Wieder ein anderes Motel, ein anderes Zimmer. Die Koffer werden abgestellt, Badesachen rausgeholt und ab geht es runter an den Strand. Es ist pure Natur mit seltsamen Meeresplanzen und angeschwemmtem Holz. Fließige Hände haben daraus Strandmuscheln gebaut. Wir planschen ein bischen mit den Füßen im Pazifik – Ute geht auch hier nicht baden – machen Fotos. Bis zum Sonnenuntergang ist es noch eine Stunde oder so, also gehen wir spazieren. Ein paar Surfer tummeln sich im Wasser, es gibt Aussichtsplattformen mit Ferngläsern zum Delphine beobachten aber wir sehen keine. Die untergehende Sonne versteckt sich teilweise hinter Wolken. Es ist aber trotzdem ein Erlebnis.

Nach dem Dunkelwerden machen wir uns wie immer auf die Suche nach etwas essbarem. Es gibt einen Mini Market in dem wir Proviant für den nächsten Tag einkaufen und ein paar Restaurants. Ute bestellt Äppel Juice und wird vom Kellner promt korrigiert – Apple Juice. Lt. Rechnung ist es ein großes Glas – vielleicht ein viertel Liter. Wir fühlen uns veralbert und gehen. Wir gehen nochmal zum Mini Markt und holen Würstchen und Kartoffelsalat. Im Hotel gibt es ein Hallenbad und so schwimmen wir vor dem Schlafen gehen noch ein paar Runden.

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Sonntag, 23.10.2016 – von San Simeon nach San Francisco Airport

Ute schreibt:

Heute am Mittwoch melde ich mich freiwillig unseren vorletzten Tag in Amerika aufs Papier bzw. in den Computer zu setzen. Ich Dussel hab nämlich  meinen Notizblock zwischen Sitz und Schaltknüppel (oder wie das heißt beim Automatikauto) fallen lassen und dann vergessen. Jetzt hat die Autovermietung meine Aufzeichnungen oder irgendein Papierkorb. Naja egal, ich versuchs aus dem lament zusammenzukramen. Also wir gehen zum Frühstück rüber ins Nachbarhotel und werden empfangen und plaziert. Zum ersten Mal haben wir richtiges Geschirr und sogar eine nette Bedienung, die uns die Extraspeisekarte übergiebt. Wir ignorieren die Karte mit teuren Extras und sie (nicht mehr so nett) fragt ob wir Französischen Toast oder Muffans wollen. Wie aus einem Mund kommt -TOAST-. Obwohl ein sehr spartanisches Frühstück lassen wir uns die Enttäuschung nicht anmerken, immerhin giebts so viel Kaffee wie man möchte und sauren Orangensaft. Wir lächeln ein bey bey in Richtung unserer Bedienung und schwirren aus dem Saal. Ich will auschecken gehen, aber die Rezeption ist noch geschlossen. Ein Mann fortgeschrittenen Alters im graublauen Overall ist so nett mir die Schlüsselkarten abzunehmen. Das wars mit San Simeon und nu gehts wieder in Richtung San Francisco zurück. Wir haben Frisco nach Norden verlassen und kommen von Süden wieder hinein diesmal überwiegend auf dem Highway Nummer 1. Es ist eine schöne Strecke mit atemberaubenden Aussichten meistens direkt am Pazifik entlang. Wir halten öfter an um zu knipsen . Ines ist nun endlich froh den richtigen Highway zu fahren, denn sie ist dran. Die Straße schlängelt sich durch gebirgige Klippen und es wird uns kar, daß wir für die ungefähr 200 Meilen viel Zeit brauchen werden und -oh shit- Sprit. Wir haben vergessen zu tanken. Die nächste Gasstation zeigt unser Navi in 40 miles an. Aber nicht in Richtung SF sondern zurück. Kehren wir um oder wie? Es gibt nur 2 Möglichkeiten denn nach rechts oder links ist nichts außer Ozean oder Berge. Mit Schweißperlen auf der Stirn trauen wir uns weiter zu fahren. Die Meilenangabe und die Restmeilenangabe des Tanks kommen in gefährliche Nähe. Was, wenn sie sich berühren? Im Kopf puzzle ich schon den Satz zusammen, wie wir um Benzin jemanden anbetteln müssen. Da steht -oh Wunder- ein kleines Häuschen fast unbemerkt in einer rechten Nische mit einem wunderschönen Schildchen „Gas“. Gerettet. Von nun an häufen sich diese kleinen Tankstellen und alle sind nicht im Navi registriert. Dafür aber teurer als gewöhnlich. Mit den Toiletten verhällt es sich ähnlich aber diese Tatsache sehen wir gelassener. Die ersten Ankündigungen von Städten wie San Jose, San Juan, Santa Anna, Lucia, Mathilda und wie die Mädels und Jungs alle heißen kündigen uns das Ende unserer Reise an. Der Highway wird breiter, mehrspuriger und das kuddelmuttel von Brücken über Brücken mit Unter-und Überführungen beginnt. Doch unsere nette Navigatorin kennt sich aus. Sie bringt uns wie immer auf dem schnellsten Weg zum Hotel. (diesmal wieder ein best western plus) Das sie ziemlich oft- make the return now- gesagt hat nehmen wir ihr jetzt nicht mehr übel denn der Abschied naht. Wir müssen sie und den lieben Mr. Ford heute noch zu Thrifty bringen. Sorgfälltig räumen wir alles aus dem Auto – bis auf meine Notizen- und fahren zu Thrifty am Flughafen. Er lächelt schelmisch als wir uns ein bischen wehmütig von ihm verabschieden, denn er hat ja immernoch meine Notizen. Die hatte ich völlig ausgeblendet und dann später im Hotelzimmer zurück wie verrückt gesucht. Gegenüber des Best Western ist ein Mc Donalds und da es Zeit ist etwas in den Bauch zu bekommen wollen wir ihm einen Besuch abstatten. Aber schon wieder Brötchen -NEIN- . Auf unserer Straßenseite sind auch noch Futterstellen. Wir entscheiden uns für “ I Hop“ und bekommen ein Schnitzel aus Klopsfleisch, Pfannkuchen und irgendwas anderes noch, was ich vergessen hab. Es schmeckt vorzüglich. Ach ja es waren 2 Spiegeleier. Also Hamburger Schnitzel mit Eierkuchen. Zurück im Zimmer erschlägt uns fast der möhlige Anblick den es macht. Um die Koffer wieder ordendlich zu packen haben wir sie erst mal ausgepackt. Ach übrigens während ich diese Zeilen schreibe guckt Ines fern. Es läuft der Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Brett Pitt. In den Werbepausen darf ich ihr fragen stellen und vorlesen. Das nur nebenbei. Eigendlich müßte sie todmüde sein. Sie hat nämlich heute schon gearbeitet und ich fast den ganzen Tag geschlafen. Jetlag kommt nachher erst wieder. Ich hätte gerne noch einen Tee aber „kannst du warten bis zur nächsten Werbepause“. So, das wars. Den letzten Tag möchte ich eigendlich nicht aufschreiben. Aber was soll ich machen? Den Tee bekomm ich ja erst in der Pause. Brett Pitt sieht schon etwas besser aus. Dauert also noch bis zum traurigen Ende. Ines ist wieder hellwach. Na klar ist ja auch heller Tag sonst um diese Zeit gewesen. Zurück zum Blog. Gefrühstückt haben wir dieses letzte Mal luxuriös im Hotel. Es gab so ziemlich alles was man möchte für nur 10 Dollar. Geht doch, oder? Mein Tee wird serviert und Bred Pitt wird immer jünger. Wir lassen uns mit dem Hotelshuttle zum Fluhafen bringen. Er ist so groß wie der von Frankfurt ungefähr auch mit mehreren Zubringerzügen über den Terminals. Gestern hatten wir etwas mehr Zeit ihn uns anzusehen. Sind auch mit dem Zug gefahren, nur so zum Spaß. Unser Shuttlefahrer setzt uns vor dem internationalen Terminal G ab wo das Chaos beginnt. Wir finden zwar die Schalter zum einchecken aber keiner will unsere Koffer haben. Die muß man selber aufgeben an so blöden Automaten. Weiß der Himmel wie die funktionieren. Immer wieder werd ich böse angequatscht mich gefälligst hinten anzustellen. Gott sei Dank versteh ich ja kein amerikanisch und stell mich blöd wie so oft in letzter Zeit. Dann findet Ines einen freien Selbstaufgeber und schnallt auch die Anwendung des Selbigen. Doch dieser Ignorant will unsere Daten nicht. Wie machen das die Anderen denn? Sind wir mal wieder zu doof?-Misson Impossible- Doch da werden wir auch schon bei Seite genommen und einem Superviser zugewiesen. Es geht bei uns nicht weil wir keinen Direktflug haben. (kann sein oder auch nicht) Dieser Superman ist richtig nett. Er war gerade in Frankfurt am Main. „Alles so sauer in Deutschland“. Den Satz haben wir hier öfter mal gehört. Schmutzig war es in Kalifornien doch garnicht. Wenn ich mir so Berlin ans…     Naja. Er freut sich immer wieder darüber, daß wir  nach Frankfurt am Main fliegen wollen  und erwähnt dieses “ am Main“ so oft das ich mich nicht zurückhalten kann in meinem erbärmlichen englisch  zu erklären, daß von Frankfurt an der Oder bestimmt kein Flug nach Amerika geht. Er sagt „wat?“.   Dann stellen wir noch kurz da, daß wir ja eigendlich via Frankfurt nach Berlin wollen und alles ist gecheckt. Nun kommt das große Warten. Der Flug wird immer wieder verschoben. Bei 3 Stunden ist dann endlich Halt. Ich wunderte mich schon lange darüber, daß so wenig Leute bei unserem Gate saßen. Um die Gemüter zu beruhigen wurden noch allerlei Snacks und was zu trinken bereitgestellt. Zuerst etwas verhalten doch nach und nach mutiger haben alle reichlich Bebrauch davon gemacht. Dann gehts los, endlich. Das riesengroße Fluzeug ist nichtmal halbvoll. Ich nehme nach dem ersten  Menue gleich 4 Sitze in Beschlag, habe reichlich Beinfreiheit und einen großen Bildschirm direkt vor meiner Nase. Ines hat sich auf unseren 3 Sitzen zum Schlafen hingelegt. Bis zum Dunkelwerden werden wir immerwieder von den vielen Flugbegleitern aufgefordert etwas zu essen und zu trinken. Sie sind mit uns paar Hanseln überhaupt nicht ausgelastet. Manchmal stören sie mich regelrecht beim Filmegucken. Ich schaff 5 davon. Apropos Film- Brett Pitt lebt immernoch. Und er sieht auch noch immer besser aus. Wie macht er das? Es wird dunkel draußen, die Leute begeben sich alle in Ruhestellung. Die Nacht wird kurz werden weil wir entgegen der Erdumdrehung fliegen. Ist das so richtig ausgedrückt? Die Zeit fliegt dadurch wie im Fluge an uns vorbei. Aber wir werden trotzdem nicht schneller älter. Toll was? Ines ist ganz in den Film vertieft. Benjamin hat eine Tochter bekommen. Ich glaub es dauert nicht mehr lange bis er selbst wieder ein Baby ist. Schon wieder stört ein Steward mit Getränk. Gott sei Dank hab ich 6 Clo`s gleich um die Ecke. Als es hell wird kommt langsam Leben in unseren lahmen Haufen und ich hab schon karierte Augen vom Filmegucken. Einer war mit Maryll Streep und einer mit Matt Damon. Mehr weiß ich nicht mehr, nur daß ich leider nicht schlafen konnte. Auch was wir zum Frühstück bekamen weiß ich nicht mehr. -Filmriss-. Bred Pitt ist jetzt 5 Jahre alt und er ist dabei  sein Leben zu vergessen. Ines sagt“kannst aufhören Brett Pitt ist tod.“

 

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